a. “Weltbürger”….
Mit freundlicher Genehmigung von : Weltbürger Weser-Ems
Sísifo ist nicht imstande, die “Weltbürger”-Definition vorzustellen, mit der sich Sísifo vollkommen einverstanden erklärt. Sísifo verfolgt offenbar ein abweichendes Ziel im Vergleich zu anderen Weltbürgern als Verfechter vom Primat einer säkularen Basis – Trennung von (National-) Staat oder UNO und organisierter Religionen – , auf dem sich Weltbürgerarbeit entwickeln sollte. Das bedeutet insbesondere den Verzicht auf die Instrumentalisierung von Religion oder Esoterik für Weltbürger-Engagement, nicht die Abschaffung von Religion oder Esoterik. Sísifo argumentiert aus Fundamenten der Aufklärung und wendet sich gegen den Versuch, den religiösen Fundamentalismus (Christliche Evangelikale oder Scharia-Islamisten zum Beispiel) über die Menschenrechte und Grundgesetze der Demokratien zu stellen oder diesen ihnen vorzuschalten.
Sísifo hat sich keiner Weltanschauung, selbstverständlich keiner Religion oder esoterischen Gruppierung verschrieben, folgt weder Forderungen nach “Neuen Weltordnungen” von Freimaurern, Bahai, Scientology, Islamisten, der Christlichen Rechten, der Hochfinanz oder anderen, sondern steht diesen kritisch gegenüber. Sísifo ist gegen die Errichtung eines Weltstaates, erkennt aber, dass globale Vereinbarungen stattfinden müssen, weil Nationalstaaten viele Probleme allein nicht mehr lösen können. Sísifo ist gegen den chauvinistischen Rückzug zum Nationalismus. Friedenspolitische Ziele können ohne den Dialog der Religionen und Kulturen auf säkularer Basis nicht mehr stattfinden, ist eine starke Forderung Sísifos. Die traurige Erkenntnis, dass die UNO bisher zum Ziel der Bildung einer gerechteren Welt und Vermeidung von Kriegen versagt hat, lässt dennoch ein bisschen hoffen, dass sie sich doch anders entwickeln könnte: eine Voraussetzung wäre, dass die UNO sich nicht instrumentalisieren ließe zum Lobbyismus und nicht zum Machtpoker esoterisch/religiöser (Wahn) Vorstellungen. Dass die USA mit dem schlagkräftigsten Waffenarsenal als einzig verbliebene Weltmacht das “Recht und die Macht des Stärksten” vereinnahmt und “missbraucht”, lässt allerdings auch die UNO bislang als Luftblase zerplatzen, wenn sie denn gegen Kriegsabenteuer der USA agieren sollte. Bleibt abzuwarten, dass die BRIC-Staaten (Brasien, Russland, Indien, China) ihren Einfluss auf das Weltgeschehen erhöhen können, um dem Monopolismus entgegen zu wirken.
Eine Auswahl der Wikipedia-Weltbürger-Definition wird hier vorläufig verwendet, um darzulegen, was mit „Weltbürger“ verstanden werden kann. Dabei wird – wiederholt erwähnt – kein Anspruch auf eine „einzig wahre Definition“ erhoben:
„Ein Kosmopolit bzw. Cosmopolit (v. griech.: kósmos = Welt + polítes = Bürger), auch Weltbürger genannt, ist ein Mensch, der seine Identität stärker mit seiner Zugehörigkeit zur Menschheit verbindet als etwa mit seiner sozialen Klasse oder – insbesondere in der Moderne – mit seiner Nationalität. Der „Kosmopolitismus“ kann somit als politischer Humanismus verstanden werden (vergleiche Wikipedia im Internet).
Eine andere Definition als Zitat von AWC Deutschland (siehe Internet AWC Deutschland e. V.): „Weltbürgerin oder Weltbürger sein bedeutet in unserem Sinne, Verantwortung für das Leben auf der ganzen Erde zu übernehmen. Diese Verantwortung umfasst die Achtung vor dem menschlichen Leben ebenso wie den respektvollen und sorgsamen Umgang mit der Natur. Weltbürgerin oder Weltbürger zu sein kann nicht nur bedeuten, sich unverbindlich und genüsslich „überall auf der Welt zu Hause zu fühlen“. Weltbürgerinnen und Weltbürger in unserem Sinne rechnen auch nicht damit, dass es in naher Zukunft einen Weltstaat und eine Weltregierung geben wird, die alle unsere Probleme lösen. Weltbürgerinnen und Weltbürger in unserem Sinne sind sich dessen bewusst, dass erst spätere Generationen eine Welt sich respektvoll begegnender Vielfalt, eine Welt der Toleranz und des Gewaltverzichts erleben werden.” (Zitat-Ende, ebda.)
Die Definition im Brockhaus-Lexikon:
Ein Weltbürger ist ein Kosmopolit,
er ist ein Vertreter der Idee einer grundlegenden Gemeinsamkeit und Brüderlichkeit aller Menschen. Bereits in der antiken Philosophie wurde dies vertreten, gemäß der Anschauung, dass alle Menschen gleichwertige und gleichberechtigte Mitbürger einer die Menschheit umfassenden Gemeinschaft seien. Die Renaissance, und noch mehr das Aufklärungszeitalter mit den Humanitäts- und Toleranz-Ideen, sowie die Gleichheits- und Freiheitsideale der französischen Revolution nahmen den Ansatz wieder auf, dass nämlich alle Menschen an einer allgemeinen Vernunft teilhätten. Humboldt suchte das Weltbürgertum mit dem nationalen Gedanken zu verbinden, doch geriet er mit der Steigerung des Nationalsozialismus in immer stärkere Spannungen. Das Weltbürgertum behielt in der Gedankenwelt des Liberalismus und der sozialen Bewegung seinen Platz (Definition siehe Brockhaus-Lexikon).






















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