e. Katalanisch & Spanisch
Im Weltbürger-Weblog “Compass1492″ erschien 2008 ein Artikel mit dem Titel “Was wollen Katalanisch-Sprecher Spaniens ?”. Es geht darin um die Seperationsbewegungen Kataloniens und der Gleichbehandlung oder dem Vorrang der katalanischen Sprache (Amtssprache?) in der Provinz Katalonien, im Nordosten Spaniens mit der Hauptstadt Barcelona. Der deutschen Fluggesellschaft Air Berlin wurde vorgeworfen, sie würde nicht beim Anflug in die Provinz die Passagiere in katalanischer Sprache per Bordmikrofon begrüßen. Das Problem hat sich eigentlich noch nicht wirklich gelöst. Da wir auch Ähnlichkeiten in den ehemalischen Sowjetunion-Republiken beobachten, halten wir das Thema des “Sprachenstreits” nach wie vor für hochaktuell. Mit freundlicher Genehmigung drucken wir den Artikel hier noch einmal ab.
Die Fluggesellschaft Air Berlin ist kürzlich – Anfang Juni 2008 – verwickelt worden in einen Bordsprachenstreit, der nun noch auf weitere Konflikte zusteuert. Air Berlin Chef Joachim Hunold wurde von der Balearischen Regierung aufgefordert, an Bord der Flugzeuge von Air Berlin die Begrüßung nun auch auf Katalan-Sprache (Katalanisch) vorzunehmen. Er hielt es nicht für richtig, nun seinen Stewardessen auch Kurse in katalanischer Sprache anzubieten, man müsse dann ja auch in Galizisch oder Baskisch anbieten, er wolle darauf nicht ansprechen, halte die Separationsbewegung für einen „Rückfall in mittelalterliche Kleinstaaterei“ (vergl. Bord-Journal von Air Berlin, siehe unten).
Nun hatte sich Air Berlin doch zu einem Kompromiss bereiterklärt und einen neuen Konflikt herbeigerufen: Andere Fluggesellschaften und die ganze Tourismusbranche in Bezug auf „Mallorca & Co“ hätten die Chance der Solidarität wahrnehmen können, ebenso die spanische Regierung in Madrid, auf die Spracherweiterung nicht einzugehen. Das bliebe jetzt aus. Man weiß, dass die Balearen und Barcelona versuchen, das Katalanische in den Vordergrund zu bringen und Hochspanisch weit zu verdrängen, wenn nicht überhaupt als Amtssprache zu ignorieren oder zu streichen. Beide Sprachen sind Amtssprachen bislang.
Wir von der Initiative „Compass1492″ halten die katalanische Sprache für eine Regional-Sprache, die zu einer gleichberechtigten regionalen Amtssprache wurde. Wir sprechen nicht vom Dialekt Katalan oder Katalanisch oder Nationalsprache Katalan oder Katalanisch. Vermutlich werden sehr viele katalanischen Sprecher oder Sprachbefürworter – mit ihrem Ziel, nur Katalanisch in den katalanischen Landschaften zu sprechen – anstreben, einen katalanischen Kleinstaat zu errichten, sich also langfristig von Spanien zu trennen, vielleicht aus Revanchismus gegen das Dekaden zurückliegende Franco-Diktat (Katalanisch-Verbot)?, oder aus einer merkwürdigen Sicht, diese Region sei wirtschaftlich die beste Spaniens und habe nicht die ärmeren Gegenden Spaniens zu unterstützen?, oder aus einem nationalistisch chauvinistischen Neubesinnen auf die angeblich hervorragenden „besseren Niveaus“, ökonomisch, kulturell, touristisch oder sonstwie, als „Restspanien“ (Sorry) ? Wenn das alles nicht stimmen sollte, wir hoffen es, und die Katalanisch-Sprecher nur befürchteten, dass ihre Regional-Sprache nicht genügend gewürdigt würde, so ließen sich doch andere Wege finden, darauf hinzuweisen: EU-Expertengruppierungen, Weltbürger mit Herz für alle Kulturen der Welt, ortsansässige Zeitungen oder Internetforen, PR-Werbestrategien usw.
Wenn die Katalanisch-Sprecher entdeckten, ihre Sprache fände zu wenig Beachtung, sie würde diskriminiert, sollten sie es deutlich äußern. Alle müssten ihnen Gehör schenken. Wir verlangen aber von ihnen eine internationale Solidarität zu unterstreichen und zu praktizieren, dass kein Fluggast aus der katalanischen Landschaft mit dem Primat, nur Katalanisch sprechen zu lassen, selbstverständlich alle Fluggäste der Welt auch, die Sprachen der Nachfahren der Urbevölkerung Amerikas anzuerkennen. Wer von Air Berlin verlangt, auf Katalanisch Fluggäste zu begrüßen, muss ebenso von Iberia und anderen Fluggesellschaften verlangen, die Bevölkerung in Bolivien, Peru oder Paraguay auf deren Sprachen zu begrüßen. In diesen genannten Ländern gibt es auch jeweils zwei Amtssprachen. In anderen Regionen der Welt gibt es auch Parallelen.
Wir erlauben uns hier eine E-Mail Kopie vorzustellen, die an Señor Joán Puig Cordón versucht wurde zu mailen (15.06.08), einem ehemaligen Abgeordneten, der auf seiner Webseite Air Berlin „Air-Goebbels“ nannte und ein Hakenkreuz auf ein Air Berlin Flugzeugfoto hineinretuschierte.

Auf der Webseite http://blocs.mesvilaweb.cat/node/view/id/96260 findet man dann heute – 15.06.2008 – folgendes im Zusammenhang mit Air Berlin:
Sísifo testete diese Seite noch einmal und entdeckte, dass die Seite mit Schrift
Air Goebbels
gelöscht wurde.
Vermutlich wurde die E-Mail gesperrt oder falsch eingegeben: Es ist nicht möglich am 15.06.08 die genannte E-Mail zu nutzen. Wir versuchen weiter, unser Schreiben Señor Joán Puig Cordón zuzumailen nach Barcelona.
Hier das Schreiben (E-Mail), zunächst auf Deutsch,
weiter unten auf Spanisch:
XXXXXXXXX
Adresse, Webseiten im Internet
und E-Mails
siehe
http://XXXXXXXXXX/ 15.06.2008
Betreff
Ihre Webseite im Internet:
http://blocs.mesvilaweb.cat/node/view/id/96260
- Download 09.06.2008 -
Vorwurf „Air Berlin“ als „Air Goebbels“ zu bezeichnen
Sehr geehrter Herr Joan Puig i Cordon !
Sie beschuldigen Herrn Joachim Hunold, den Präsidenten der Fluglinie „Air Berlin“, dass er Ihre Regionalsprache „Katalanisch“ nicht würdigt, wenn bei Anflügen in die Katalanische Region Spaniens (z. B. Barcelona oder Mallorca) die Flugpassagiere Air Berlins nicht auf Katalanisch begrüßt werden. Dem Präsidenten Herrn Hunold wurde diese Forderung auferlegt. Er äußert sich schriftlich im bord-eigenen Air-Berlin-Journal, dass er diese Forderung für einen Rückschritt in „mittelalterliche Kleinstaaterei“ halte. Daraufhin bedienen Sie sich auf Ihrer Webseite eines Stigmas aus Hitler-Nazi-Deutschland und verunglimpfen das Flugunternehmen Air Berlin mit dem Auspruch „Air Goebbels“.
Die Aussage „mittelalterliche Kleinstaaterei“ im Zusammenhang mit der katalanischen Sprache halte ich auch für sehr unglücklich gewählt, weil ich insbesondere die kulturellen Eigenarten jeder Region der Welt für schützenswert halte, wenn sie Menschenrechten nicht widersprechen, also nicht menschenverachtend, besonders nicht rassistisch sind. Ihren Ausspruch „Air Goebbels“ dagegen halte ich für menschenverachtend. Sie haben derart überzogen, dass sie ein stereotypisches Stigma des Faschismus wählen, was sie der Nachkriegsgeneration generell nicht vorwerfen können, genauso wenig wie ich Sie als Bewohner Barcelonas einen Inquisitor nennen könnte, nur weil der menschenverachtende Christoph Kolumbus und seine Mannen (menschenverachtend gegen die Urbevölkerung Amerikas) in Barcelona nach seinen Reisen dort bejubelnd empfangen wurde und sein Schiff „Santa Maria“ – auch ein Symbol des Völkermords – bis vor wenigen Jahren im Hafen Barcelonas zu „bestaunen“ war, bevor es einem Brandanschlag zum Opfer fiel.
Ich schlage folgenden friedlichen Weg vor, wenn ich überhaupt was vorzuschlagen hätte:
Wir bitten Air Berlin und den Präsidenten, doch ein paar Begrüßungsworte der Freundschaft auf Katalanisch mit aufzunehmen und Sie, Herr Joan Puig i Cordon, bitte ich, die spanischen Fluggesellschaften (Iberia und die anderen) ab heute ebenso ein paar Worte auf Quechua, Aymará oder Guaraní neben Spanisch als Begrüßungsworte aufzunehmen zu lassen, wenn diese Fluggesellschaften Bolivien, Peru oder Paraguay anfliegen. Auf meinen Flügen nach Südamerika mit Iberia und anderen Fluggesellschaften hörte ich neben Spanisch und Englisch (Ausnahme Portugiesisch in Brasilien) vor Anflügen auf Flughäfen nie ein Wort der oben erwähnten Sprachen. Bedenken Sie, dass diese Situation entschieden prekärer ist als der Zusammenhang um Air Berlin und Katalanisch. In den genannten Ländern spricht die Mehrheit der Bevölkerung eine Sprache, die nicht immer Amtssprache der jeweiligen Nationalstaaten war und ist. Das Spanisch von 1492 ist die Okkupationssprache seit 1492 in Lateinamerika, genau wie das Hochspanisch das Katalanische z. T. verdrängte. Doch Katalanisch ist eine Minderheitensprache, während es in Südamerika nicht zutrifft, dort sind es Mehrheitssprachen.
Schließen Sie sich der Solidarität mit lateinamerikanischen Völkern und vieler anderer Völker der Welt mit gleicher Problematik an, damit auch Sie glaubhaft werden können, eventuell nicht als chauvinistisch oder regional-egoistisch mißverstanden zu werden. Schreiben Sie Fluggesellschaften in aller Welt!
Mit freundlichen Grüßen
XXXXXXXXXXX
___________________________________________
Von: MAILER-DAEMON@mail.gmx.net
An: XXXXXXXXXXXXX
Betreff: failure notice
Datum: Sun, 15. Jun 2008 12:16:14 +0000
Hi. This is the qmail-send program at mail.gmx.net.
I’m afraid I wasn’t able to deliver your message to the following addresses.
This is a permanent error; I’ve given up. Sorry it didn’t work out.
Return-Path: XXXXXXXXXXXXXXXX
Received: (qmail 27646 invoked by uid 0); 15 Jun 2008 12:16:12 -0000
Received: from 91.97.17.8 by www179.gmx.net with HTTP;
Sun, 15 Jun 2008 14:16:12 +0200 (CEST)
Content-Type: multipart/alternative;
boundary=“========GMXBoundary99441213532172120654″
Date: Sun, 15 Jun 2008 14:16:12 +0200
auf Spanisch, en Español:
XXXXXXXXXXXX
soy Alemán, vivo en Alemania
Dirección, sitio web en Internet
y e-mails
ver
http:/XXXXXXXXXXX/ 15.06.2008
Tema
Su sitio en Internet:
http://blocs.mesvilaweb.cat/node/view/id/96260
- Descargar 09.06.2008 -
Presuntos „Air Berlin“, como „Air Goebbels“ para describir
jpuig@blanes.cat
Estimado Sr. Joan Puig i Cordon (JP)!
Usted acusa al Sr. Joachim Hunold, el presidente de la compañía aérea de „Air Berlin“ quien su lengua regional „catalán“ no elogia cuando en vuelos a la catalán región de España (como Barcelona o Mallorca) a los pasajeros aéreos Berlín (Air Berlin) no es en catalán acoge con satisfacción. Usted quiere que el presidente Sr. Hunold (Air Berlin) debe saludar tambien en el idioma catalán al los passajeros de vuelos. Sr. Hunold expresó por escrito en el avion de propiedad de Air Berlin Journal, que este manera es un paso atrás en „particularismo medieval“. Entonces Usted ultiliza a su sitio web un estigma Hitler y la Alemania Nazi a la compañía aérea Air Berlín con la palabra „Air Goebbels“.
La declaración „particularismo medieval“ en relación con el catalán creo que además el lenguaje es muy infeliz elegido, en particular, características culturales de cada región en el mundo yo accepto para proteger a pensar si los derechos humanos no se contradicen, no contra la humanidad, especialmente no racista. Su diciendo „Air Goebbels“ (mal dicho!) por otra parte, creo que es contra la humanidad. Usted tiene tan excesivo eligido un estigma estereotipico del fascismo de elegir lo que la generación después de la guerra no se puede acusar, del mismo modo que lo tuviera como residentes de Barcelona podría llamar a un inquisidor, sólo porque la opresión Cristobal Colòn y sus compañeros (la humanidad contra la población indígena de América), en Barcelona, después de su viajes se ha recibido y su buque „Santa María“ – también un símbolo del genocidio – hasta hace pocos años en el puerto de Barcelona para „admirar“ fue antes de que fuera finalmente quemada.
Propongo la siguiente vía pacífica, cuando yo estuviera habrido el derecho de proponer algo:
Pedímos a Air Berlin y al Presidente que el y la compañía deben acceptar palabras en catalán por micrófono al bordo en el avion, pero unas palabras de bienvenida amistad en catalán, y yo pido a usted, Señor Joan Puig i Cordón, por favor, obliga a los compañías aéreas españoles (Iberia y los otros) a partir de hoy y tienen que presentar algunas palabras en los idiomas de Quechua, Aymará o Guaraní como una adición bienvenida a palabras en español para incorporar, si estas compañías tienen vuelos a Bolivia, Perú y Paraguay. En mis vuelos a América del Sur con Iberia y otros lineas nunca he oído al bordo en las compañías aéreas además de Inglés y español (con la excepción del portugués en Brasil) vuelos en los aeropuertos nunca una palabra de los mencionados idiomas. Recuerde Usted, que esta situación es mas precaria que el contexto por Air Berlin y catalán. En estos países la mayoría de las conversaciones de la población es el idioma que no sea una lengua oficial de los respectivos estados-naciónes. El español de 1492 es un idioma de ocupacion desde 1492, así como la alta español para el catalán desplazadas. Pero el catalán es una lengua minoritaria, mientras que en América del Sur no es cierto, hay idiomas de oradores de la mayoría.
Únete a la solidaridad con las naciones de América Latina y muchos otros pueblos del mundo con el mismo problema, por lo que no puede ser creíble, ser chauvinista o no ser tan egoístas o regionales a ser malinterpretado. Escriba Usted a las compañías aéreas en todo el mundo!
Le saludo atentamente,
XXXXXXXXXXXX
PS
Mi idioma es alemán desde naciemiento, mi español tiene errores gramaticales, la ortografía esta saltando de un problema al otro, por favor lo siento, Sorry!
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