a. Exkurs: Verdopplungsmanie im Schriftbild+in der Anrede
Exkurs:
Etwas zu unserem “Schriftbild” – zur Verdopplungsmanie … zu überladenen, ermüdenden Wiederholungen … zum “Sprachfeminismus”
Ein bisschen zum SÍSIFO-Schriftbild, zu Orthografie, Grammatik – Pragmatik, Semantik und Syntax….. Am Beispiel des Wortes Student wird deutlich, dass es sich hier nicht um ein Geschlecht handelt, sondern um eine Funktion. Zitat Wikipedia: “Es gab bereits in den 90 er Jahren Versuche an Universitäten, den Begriff „Studenten“ durch angeblich geschlechtsneutralere Formulierungen zu ersetzen, obwohl der Begriff aufgrund des generischen Maskulinums auch weibliche Studenten umfasst, weil Genus und Sexus nicht übereinstimmen müssen” (Zitat-Ende, Wikipedia “Student”). Es wurde versucht, angeblich “geschlechter-gerechter” ein Wort zu bilden aus dem Partizip Präsenz wie “Studierende”, was uns recht lächerlich erscheint wie “Auszubildende” oder “Mitarbeitende”. Können wir vermuten, dass es einfach sprachwissenschaftlich falsch wäre, die Anrede “Liebe Studentinnen, liebe Studenten” zu wählen?
Es handelt sich ja um einen Funktions- und nicht Geschlechtsbegriff. Wie steht es dann um den Begriff “Weltbürger”? Funktions- oder Geschlechtsbegriff? Gut, wenn wir denn schon bei der Anrede sprachfeministische Eingeständnisse machen, wenn es sich um real existierende Anwesende handelt: “Liebe Praktikantin, Lieber Praktikant”, klänge es doch schon sehr fremd beim Ausruf (Stoßseufzer) einer Frommen oder eines Frommen: “Meine Göttin/mein Gott!” Befremdend schon, aber eher realistisch, da sich nach unserer Meinung der menschengemachte Begriff “der Gott” auch in seinem Illusionsumfeld aus patriarchialischen Strukturen herausbildete, zunächst in der germanischen Bezeichnung “guda” grammatisch neutral blieb, aber bei der Übertragung auf “den” Christen-Gott zum Maskulinum, nicht Femininum wurde. Diese Bedeutungsverschiebung wird bis heute nicht “beanstandet” vom Sprachfeminismus (Infos bei Wikipedia), geschweige von Religions-”Wissenschaften”, Ausnahme vielleicht eher Frau Prof. Dr. theol. Uta Ranke-Heinemann.
Wir schließen uns dem Verdoppeln nicht an und werden die traditionelle Schreibweise beibehalten und immer anwenden. Wir sagen ganz spontan zu einer Gruppe oder schreiben einen Text “einer/einem” Unbekannten: “Wer hat seinen PKW so falsch geparkt, dass ich mit meinem Auto nicht aus der Garage komme?” und nicht “Welche oder wer hat ihren oder seinen PKW….”. “Irgendein Halunke versperrt mir die Ausfahrt!” Oder besser: “Irgendeine Halunkin versperrt…!”(?). Wir sind davon überzeugt, daß das Genus „auch übergeschlechtlich verwendet“ wird wie auch im Wörtchen “wer”.
Wenn die Substantiv-Endung (vom Genus) bei Personen grammatikalisch maskulin bleibt, verbinden wir damit keine frauenfeindliche Haltung. Wir behaupten, dass das Lesen eines Textes im Falle einer Verdoppelung (des maskulinen und femininen Substantives) die Lesemotivation ermüdend beeinträchtigt und dass dazu das sog. “Dritte Geschlecht” (Androgyne, Hermaphroditen, „Zweigeschlechtliche“, Intersexuelle, „Zwitter“…) nicht berücksichtigt wird. Die Schreiber unter uns “männlichen” Geschlechts solidarisieren sich mit den Schreibern oder Lesern “weiblichen” Geschlechts, auch wenn es um (sprachliche) Geschlechter-”Diskriminierung” geht – aber auch mit denen, die sich “androgyn” verstehen („weibliche und männliche Merkmale vereinigend“, oft synonym zu „zwitterhaft“ verstanden, siehe Androgynie und Transvestitismus). Gerechterweise müssten wir eigentlich warten, bis sich eine neue Schreibgrammatikkultur entwickeln wird, die die Geschlechter gleichsam nicht-diskriminierend berücksichtigte, auch das Geschlecht, das sich um seine Geschlechtsidentität bemüht. Wir nehmen es sehr ernst, dass es Menschen gibt, die sich aufgrund äußerer, anatomischer Geschlechtsmerkmale nicht hineinpressen lassen wollen, ob sie “nur” Frau oder “nur” Mann seien. Menschen sollen sie sein, so unsere Ansicht.
Und der Singular heißt “der Mensch”, nicht die “Menschin”! Keine Frau wird durch dieses GrammatikGenus in ihrer Würde angetastet. Eine kleinere Auswahl von Informationen über diese Thematik finden wir neben Bücherangeboten auch im Internet: Feministische Sprachkritik - Feministische Sprache? – Sprachfeminismus in der Sackgasse – Der Widersinn des Sprachfeminismus – Wie man das Maskulinum kastriert und zum “Übergeschlechtlichen” erklärt .
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