SÍSIFO

Sisyphus war allein – Weblog säkular humanistischer Weltbürger

m. Pirahá-Volk am Amazonas

Warum sollte ich sie von “Gott” überzeugen?

ARD – TTT – Pirahá – Das glücklichste Volk der Welt

Scheitern am Gottesbeweis

Zitat (NDR Fernsehen – http://www3.ndr.de/sendungen/buecherjournal/everett102.html – Die Sprache der Pirahá – abgerufen 30.08.2010: siehe Absätze unten:

“Leben im Hier und Jetzt – im Gegensatz zu uns machen sich die Pirahá auch keine Sorgen um die Zukunft. Zufriedenheit statt Ehrgeiz! Das spiegelt ihre Grammatik, so Everett, der immer mehr zum Sprachforscher wird – aber als Missionar an seine Grenzen stößt. Denn die Pirahá glauben nur an das, was sie sehen.
Dan Everett: “Sie fragten mich, wie Jesus aussieht. Ich sagte, ich habe ihn nie gesehen. ‘Hat dein Vater ihn gesehen?’ ‘Nein.’ ‘Hat irgendein Freund ihn gesehen?’ ‘Nein, niemand hat ihn gesehen.’ ‘Also: warum willst du dann, dass wir an ihn glauben?’ Sie wollten Jesus nicht! Ich fühlte mich wie ein Narr!”
Everett scheiterte am Gottesbeweis. Er beginnt zu zweifeln. An dieser “Entkehrung” zerbricht seine Familie, seine Ehe. Der Missionar kann nicht mehr glauben, aber er findet eine neue Mission: die Sprachwissenschaft. Als prominenter Linguist, wie gerade bei einem Kongress in Berlin, wird er jetzt dazu gehört, wie Sprache und Kultur, wie Sprache und Glück, zusammenhängen können. Diese Erkenntnisse hat er denen zu verdanken, die sein Leben radikal verändert haben: den Pirahá!
Der Beitrag ist eine Übernahme vom Hessischen Rundfunk. Autorin/Autor: Brigitte Kleine – lesen im Original…..

Die Sprache der Pirahá – Wie der Missionar Dan Everett selbst missioniert wurde.

Sonntag, 11. April 2010 – Vor 30 Jahren kam der amerikanische Missionar Dan Everett ins brasilianische Amazonasgebiet, um den Pirahá-Indianern das Wort Gottes beizubringen und es kam alles anders: Dan Everett wurde selbst missioniert. Dan Everett musste erst mühsam die Sprache der Indianer lernen um ihnen Gottes Botschaft überhaupt vermitteln zu können. Dabei stieß er jedoch nicht nur auf eine der rätselhaftesten Sprachen der Welt, sondern vor allem auf eine Gesellschaft, die ausschließlich in der Gegenwart lebt: Die Pirahás kommen ohne Zahlen aus, bilden keine Nebensätze, kennen keine Formen für Vergangenheit und Zukunft. Sie leben, so erkannte er an ihrer Sprache, ganz im Hier und Jetzt und schöpfen daraus eine Zufriedenheit, die einzigartig scheint. Jesus Christus? Haben sie nie gesehen gibt es also nicht! Für Dan Everett eine Erkenntnis, die so erstaunlich war, dass er selbst den Glauben an seinen Gott verlor. – (Er ist heute Atheist)Quelle, Mausklick siehe Bild links!

Nur das unmittelbar Vorhandene zählt

(Sísifo: Ziemlich interessanter Bericht in Frankfurter Allgemeine FAZ.NET)

Ein wunderbarer und zutiefst verstörender Erfahrungsbericht: Der Ethnologe Daniel Everett hat jahrelang mit den Pirahã-Indianern am Amazonas gelebt. – Von Karl-Heinz Kohl – 25. März 2010  – Als Claude Lévi-Strauss vor über achtzig Jahren seine Expedition zu den letzten noch unberührten Indianervölkern Brasiliensunternahm, traf er im Innern des Mato Grosso auf eine Gesellschaft, die ihm im Nachhinein wie eine Verwirklichung von Rousseaus Utopie erschien. Die Nambikwara, ein Volk von Jägern und Sammlern, verfügten nur über die allernotwendigsten materiellen Güter, und ihre soziale Ordnung war auf das Wesentliche reduziert: die Kernfamilie, ein schwach ausgebildetes Häuptlingstum und ein paar rudimentäre Verwandtschaftsregeln….weiter lesen….

Pirahã (Wikipedia)

Mit offenen Karten – Indigene Völker

Alltäglicher Rassismus gegen Urbevölkerungen und die Vernichtung dieser…

Palawa (Philippinen), Papua (Neuguinea, Dani), Chiapas, Maya (Mexiko), Dinka (Sudan), Kanaken (Neu-Kaledonien)

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