SÍSIFO

Sisyphus war allein – Weblog säkular humanistischer Weltbürger

c1.Kandidat Adiós?

Bundespräsidentkandidat Adiós? (Adiós Wikipedia: spanischer Gruß: Zu Gott bzw. Gott befohlen).

Adios heißt eigentlich “Auf Wiedersehen” im Akt der Veabschiedung.

Ohne Bundespräsidenten geht`s auch?

Rudolf Ladwig von IBKA, Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten e. V. “plädiert (….) für die Abschaffung des Amtes des Bundespräsidenten, denn eine „moderne Demokratie braucht keinen kostspieligen Bundesgrüßaugust und auch keine leitende Lichtgestalt“, andernfalls würde er eine intellektuelle Persönlichkeit unterstützen, „welche der Komplexität politischer Probleme nicht mit platten vitalistischen Appellen zu begegnen gedenkt.“ (siehe http://hpd.de/node/9689, 10.06.2010, 17:24)

Großer Zweifel der Humanisten an Wulff und Gauck


Webseiten: wissen rockt – Magazin für junge Humanistinnen und Humanisten:

Entsetzen über “Wulff im Schafspelz”

Aktuell | Veröffentlicht von Arik Platzek. 62.159 – Mittwoch, 9. Juni 2010:

“Sie halten die Bibel für das wahre und irrtumsfreie Zeugnis eines Gottes, Homosexuelle für umerziehbar und bekennen sich zum klaren Missionsauftrag gegenüber der gesamten Menschheit: Evangelikale. Solche Menschen gibt es auch in Deutschland. Etwa 1,3 Millionen sind es und sie werden immer mehr. Zu den weltweit insgesamt 600 Millionen Christen mit der “Mission Gottesreich” gehört auch der CDU-Politiker Christian Wulff. Jetzt will Wulff Bundespräsident werden.” – weiter lesen…..

Wulff: Ein Missionar auf dem Weg nach Bellevue?

Silvio Duwe 29.06.2010

Christian Wulff pflegt Kontakte zu religiösen Eiferern vom rechten Rand – und befindet sich damit in bester Gesellschaft

Telepolis: Mit der Nominierung Christian Wulffs als Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten haben sich die Spitzen von Union und FDP auf einen farblosen Parteisoldaten und Karrieristen geeinigt, so [extern] schreiben selten einmütig die Kommentatoren. Eine glatte Fehleinschätzung, denn Christian Wulff ist offenbar ein Politiker mit einer Mission: Er ist Mitglied im Kuratorium von [extern] ProChrist, einem evangelikalen Verein, der mit Massenevangelisationen “Jesus bekannt” machen will. Zudem fiel Wulff kurz vor seiner Nominierung zum Bundespräsidentenkandidaten mit einer [extern] Rede vor dem [extern] Arbeitskreis Christlicher Publizisten (ACP) auf. Für den Sektenbeauftragten der evangelisch-württembergischen Landeskirche Hansjörg Hemminger ist die Zeitschrift des ACP “ein Vermittlungsorgan für Extremismus und Fanatismus aus der rechten Ecke, aber auch aus dem Kreis der Sektierer”. Der ACP stelle die Verfassung praktisch ständig in Frage. War Wulffs Abstecher zum ACP ein Fehltritt? Wohl kaum, wie Recherchen von Telepolis zeigen. Doch mit seiner Nähe zu christlichen Fundamentalisten ist Wulff nicht allein….weiter lesen…..

Christian Wulff und seine Liebe zu den Religionen –


von Anthroposophie bis Buddhismus

Nachdem unser Artikel über Christian Wulff soviel Aufsehen erregt hat und die Diskussionen darüber kein Ende nehmen, hier noch weitere vertiefende Informationen zu seiner Person.

Es gibt ein schriftliches Protokoll zu einer Rede von Wulff, die er bei einer Festveranstaltung der Eugen-Bieser-Stiftung zum Thema: „Der interreligiöse Dialog als Aufgabe unserer Gesellschaft“ hielt. Das Paper umfasst 19 Seiten und ist sehr aussagekräftig.

Daraus geht sehr deutlich hervor, dass Wulff nicht nur Sympathien für evangelikale Strömungen hegt, sondern für alle Religionen. Er selbst als katholischer Christ hat ein großes Anliegen daran, alles Religiöse zu fördern und zu einem bestimmenden gesellschaftlichen Faktor zu machen. Das hört sich erst einmal gut und sehr tolerant an, da er sich auch speziell für den Islam und dessen Anhänger stark macht. Bei näherer Betrachtung stellt man jedoch fest, dass er sich zwar richtigerweise gegen Islamisten ausspricht, jedoch nicht weiter darauf eingeht, dass es auch in christlichen Reihen Fundamentalisten gibt, die es abzulehnen gilt. Ob es die für ihn nun nicht gibt, weil er diese schlicht und naiv nicht wahrnimmt oder ob es diese nicht geben darf, mag jeder selbst entscheiden. Wulff  äußert aber auf alle Fälle ganz konkret und unverblümt, dass er sich für eine Gesellschaft von Gläubigen jeglicher Couleur einsetzt, Ausnahme, wie gesagt, muslimische Fundamentalisten. Er geht sogar so weit, zu betonen, dass es die Aufgabe von Politik sein müsse, dieses Ziel zu verwirklichen. Die Äußerungen sind nicht anders zu interpretieren, als dass es für ihn eine Trennung zwischen Kirche und Staat nicht geben dürfe. Dass der Mann damit als sehr religiös einzuordnen ist, müsste jedem klar sein….weiter lesen.. (EsoWatch)…

Wulff im Schafspelz – nein danke!

(hpd) Die säkularen Organisationen in Deutschland lehnen die Kandidatur Christian Wulffs für das Amt des Bundespräsidenten entschieden ab. Ein Politiker, der sich im Kuratorium der evangelikalen Vereinigung „Pro Christ“ engagiere, könne keine Bevölkerung repräsentieren, die zu mehr als einem Drittel konfessionsfrei sei und sich zur Hälfte als „nicht-religiös“ einstufe.

„Christian Wulff ist für das Amt des Bundespräsidenten denkbar ungeeignet!“, erklärte der Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs), Michael Schmidt-Salomon. „Wie soll eine Bevölkerung, die zu mehr als einem Drittel aus konfessionsfreien Menschen besteht und die sich sogar zur Hälfte als ‚nicht-religiös’ einstuft, einem Mann vertrauen können, der sich im Kuratorium der bibeltreuen, missionarischen Organisation ‚Pro Christ’ engagiert? Ein Bundespräsident, der Gruppierungen unterstützt, die aufgrund religiöser Wahnideen die Evolutionstheorie leugnen und Schwulenhetze betreiben, ist völlig untragbar!..weiter lesen….

Wulff steht stark unter Beobachtung der säkularen Öffentlichkeit

Zwickmühle für “Wulff im Schafspelz”

„Ich finde es sogar nötig, dass Christian Wulff von diesem Amt zurücktritt“, sagte die Theologin Kirsten Dietrich vor wenigen Tagen zu Wulffs Mitgliedschaft im Kuratorium der fundamentalistischen Evangelisationskampagne „ProChrist“. Zuvor hatten säkulare Organisationen Stellung gegen Wulffs Kandidatur für das Amt des Bundespräsidenten bezogen. Jetzt forderte auch die erste Politikerin Wulff auf, „ProChrist“ eine Absage zu erteilen.

Christian Wulff will Bundespräsident werden. Der CDU-Politiker tingelt deshalb durch Deutschland, um sich bei den Wahlfrauen und –männern der Bundesversammlung aufs Wärmste zu empfehlen. Wenigen dürfte dabei bewusst sein, dass Wulff auch fundamentalistische Christen unterstützt. Vertreter von religionsfreien Organisationen hatten deshalb erklärt, eine Mitgliedschaft im Kuratorium von ProChrist sei mit dem Amt des Bundespräsidenten nicht vereinbar. „Ein Bundespräsident, der Gruppierungen unterstützt, die aufgrund religiöser Wahnideen die Evolutionstheorie leugnen und Schwulenhetze betreiben, ist völlig untragbar“, sagte der Philosoph und Schriftsteller Michael Schmidt-Salomon, Vorstandssprecher der Giordano Bruno Stiftung.

Auch die Theologin und Journalistin Kirsten Dietrich sprach sich nun vor wenigen Tagen dagegen aus, dass Wulff „ProChrist“ weiter unterstützt. Im Interview mit Deutschlandradio Kultur vor wenigen Tagen meinte sie zum Christentum: „Diese Religionen haben irrationale Elemente, und vor allen Dingen vertreten sie eine Eigengesetzlichkeit, die sagt, letztendlich ist Gott die höchste Autorität, die wir haben. Dafür stehen diese Gruppen. Und dafür steht aber meines Erachtens nicht der Bundespräsident – der sollte dafür stehen, dass wir in einem Rechtsstaat leben und dass da die Autorität liegt.“…..weiter lesen…..

Gauck: Überparteilich? Immer noch besser als Wulff?

Chance für die LINKE? Mann des Volkes?

Kreszentia Flauger (MdL), 18.06.2010

Dieser Tage werden so viele Lobeshymnen über Joachim Gauck geschrieben, gesendet, gebloggt und getwittert, dass sich Kritik an ihm dagegen fast wie Majestätsbeleidigung ausnimmt. Aber da die Zeiten der Monarchie in diesem Land zum Glück vorbei sind, hier nun eine kritische Bewertung des Vielgelobten.

Gauck sei im Gegensatz zu Wulff ein überparteilicher Kandidat, heißt es. Das ist formal korrekt, politisch aber falsch. Joachim Gauck ist genau so rechtskonservativ wie Wulff, zwischen ihren politischen Grundausrichtungen besteht kaum ein Unterschied. Das bestätigt im Grundsatz selbst Dr. Klaus Wallbaum am 7.6.2010 in der HAZ:

“Es ist auch nicht so, dass Gauck ein Bürgerrechtler und Wulff im Gegenteil ein Vertreter der Staatsautorität wäre. In vieler Hinsicht liegen beide auf derselben Wellenlänge.”…. vergleiche Webseite, Fortsetzung und PDF-Datei-Download

Unter Antworten zum Artikel “Wulff: Der evangelikale Präsident”
vom Weblog Wissen rockt

sagt Reinhard Moysich als Kommentator:
3. Juli 2010 um 06:12

Wulff diskriminiert Nicht-Gottesgläubige.

Der neue Bundespräsident Wulff sagt sehr erfreulicherweise, dass er das Gemeinschaftsgefühl stärken und Brücken bauen wolle zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen.
Seine erste Rede nach der Wahl hatte er jedoch mit den Worten beendet: “Gott schütze unser Land!”
Indem der selbst ernannte Brückenbauer sich offen zu dem Lager der Gottesgläubigen bekannte, hat er dessen Position kraft seines Amtes massiv gestärkt und somit die Brücke zwischen Gottes- und Nicht-Gottesgläubigen noch mehr zerstört!

Diesen Fehler hätte die vorherige Kandidatin für das Bundespräsidentenamt und Katholikin, Frau Prof. Schwan, wohl kaum gemacht. Denn beim Streit um einen Gottesbezug in einer Europäischen Verfassung hatte sie sehr richtig gesagt:
“Glaube ist eine Ermutigung zur verantworteten Freiheit, aber jeder spürt eine andere Verantwortung. Heute in der säkularen Welt gilt, dass der Glaube nicht mehr alle verbindet. Der Gottesbezug bildet keinen Grundkonsens. Deshalb kann er nicht als gemeinsame Grundlage in der Präambel genannt werden.”...weiter lesen…



 
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