SÍSIFO

Sisyphus war allein – Weblog säkular humanistischer Weltbürger

2. Vortrag+Kommentar

Wissenschaft gegen Aberglaube: Kritisches Denken für den Alltag

Vortrag und Diskussion mit Amardeo Sarma,

Vorsitzender und Mitbegründer der GWUP
(Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von
Parawissenschaften e.V.,
Herausgeber der Zeitschrift „Skeptiker“)
24. Mai 2009 im PFL in Oldenburg
Eine Veranstaltung des Humanistischen Verbandes Oldenburg

Amardeo Sarma stellt zu Beginn seines Vortrags die GWUP vor (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V.), ihre Arbeitsweise, Themenbereiche mit Fragestellungen: Wie unterscheidet sich Wissenschaft von Nicht-Wissenschaft, gibt es überhaupt saubere Grenzen? Wie kann man erkennnen, ob etwas stimmt oder nicht? Wie unterscheidet sich Wissenschaft von Aberglaube oder Parawissenschaft? Was ist die Methode der Wissenschaft, das wissenschaftliche Vorgehen? Im Prinzip eine Spezialisierung des kritischen Denkens?!

Wer oder was ist GWUP? Ist ein Teil der internationalen Skeptikerbewegungen, die sich mit außergewöhnlichen Behauptungen – die z.T. ziemlich populär sind – auseinandersetzt, auch mit Behauptungen, die in der Wissenschaft nicht anerkannt sind. Anderen weltweit organisierten Skeptikerbewegungen ist GWUP angeschlossen, wobei GWUP die größte Skeptikerbewegung des deutschsprachigen Raumes ist.

GWUP`s Themen konzentrieren sich auf Astrologie, Wahrsagerei, Wünschelrutengänger, Kreationismus …. oder Bereiche der sog. Alternativen Medizin wie die Homöopathie. Den Themen ist gemeinsam, dass sie einerseits großen Zuspruch finden in der Politik und in der Bevölkerung und andererseits nicht belegt sind, dennoch noch großen Geltungsanspruch haben. Man spricht von Para-Pseudowissenschaften, wenn diese trotz dieses Nicht-Belegs ihren Geltungsanspruch aufrechterhalten.

GWUP hat sich vor etwa 25 Jahren gegründet. Man wollte die kritischen Seiten beachten und kritische Informationen zur Verfügung stellen und kritisches wissenschaftliches Denken fördern unter den Kernpunkten, wie man überhaupt mit den Behauptungen umgeht und wie man sie kritisch untersuchen kann, wenn es auch um populäre Behauptungen geht.

GWUP unterhält ein Zentrum für wissenschaftlich kritisches Denken als Anlaufstelle für die Öffentlichkeit im allgemeinen. GWUP gibt die Zeitschrift „Skeptiker“ heraus und bedient einen Internetauftritt – GWUP – Die Skeptiker – Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e. V. http://www.gwup.org/ (Link unten). Es gibt jährlich Auswertungen von Tests. Da stellen sich z. B. Wünschelrutengänger zur Verfügung. Man wertet auch die Prognosen der astrologischen Vorhersager aus, meistens gegen Ende des Jahres. Eine Besonderheit gibt es zu beobachten, dass am 1. Januar sehr viel mehr Menschen geboren werden als an anderen Tagen. Das sei einfach zu erklären, weil es sehr viele Menschen mit Migrantenhintergrund gäbe, die den 1. Januar als Geburtsdatum einsetzten, wenn sie den Tag nicht genau wüssten.

GWUP hat etwa 900 Mitglieder, etwa 1800 Abonnenten der Zeitschrift Skeptiker. GWUP hat etliche Regionalgruppen, die nächste wäre in Hamburg. Mitglieder sind Wissenschaftler, Ärzte, Lehrer oder kritische Menschen im allgemeinen. Viele Zauberkünstler sind unter den Mitgliedern, deshalb interessant, weil besonders sie wissen, wie Menschen getäuscht werden können und erkennen, welche Wahrnehmungsfehler Menschen begehen, getäuscht zu werden. Auch Wissenschaftler könnten getäuscht werden, weil sie sich  u. a. sehr auf ihre technischen Geräte verließen.

Was ist Wissenschaft, was Parawissenschaft?

Nach Sarma zeige sich Wissenschaft deutlich im täglichen Umgang durch die technischen Dinge, die uns umgeben, die es auch ermöglichten, dass unsere Lebenserwartung von gut 25 Jahren auf nahezu 75/80 sich bald verdreifachte. Wissenschaft hat aber auch gewisse Nebenwirkungen, Wissenschaft nimmt keine Rücksicht darauf, was Menschen wollen oder möchten. Wissenschaft entspricht nicht immer dem, was man sich gerne wünscht. Der Erfolg der Wissenschaft beruht auch darauf, dass sie sich an der Realität orientiert und nicht am Wunschdenken. Wie ist die Beweislage, ob etwas zutrifft oder nicht, soll man sich richten nach der Beweislage und nicht dem, was man glaubt.xxxyyy1

Sehr häufig ist es so, dass wir Dinge nicht wahrnehmen, wie sie sind, sondern getäuscht werden, diese richtig wahrzunehmen. Menschen sind täuschbar. Auch unsere Erinnerung täuscht uns, oder wir lassen uns täuschen. Man kann sich an Dinge erinnern, die nie passiert sind. Es gibt Forschungen, die zeigen, wie Erinnerungen an Dinge „eingepflanzt“ wurden, die nie passiert sind, wenn man Leute suggestiv bearbeitete. Es sei evolutionär eher sinnvoll, dass Menschen manchmal Fehlschlüsse ziehen, wenn es ums Überleben ginge.. – erklärt am anthropologischen Beispiel aus der Steinzeit, ein wildes, gefährliches Tier vor der Höhle gesehen zu haben oder nicht. Es wäre „sinnvoller“, es gesehen zu haben, um auf der Hut zu sein… um für eine Attacke gewarnt und gewappnet zu sein.

Dass es Illusionen gibt, ist ganz normal. Es kommt allerdings zu Konflikten, wenn man der Evolutionslehre zustimmt und den Evolutionsforschungen folgt und gleichzeitig die biblische Schöpfungsgeschichte als wahrhaft betrachtet. Ein anderes Beispiel: Wenn man – gerade kein Freund von George W. Bush wäre -  ihm oder der CIA oder der amerikanischen Regierung allerdings alles zutrauen wolle im Zusammenhang von 9/11, sei dies sehr fraglich. Das sei wohl ein interessanter Bereich, so der Referent, es habe auch einen Vortrag gegeben in einer GWUP-Konferenz mit der Erkenntnis, warum denn diese Einwände und Mythen nicht zuträfen.

Weitere Beispiele: Manche Menschen haben ganz besondere Fähigkeiten, mehr Fähigkeiten als normale, so müsse PSI (= Bereiche wie übersinnliche Wahrnehmung…) stimmen. Eine weitere Irr-Annahme: Der Holocaust müsse geleugnet werden, weil man sich diese Grausamkeiten nicht vorstellen könne. Der Referent fasst dies alles zusammen als Parawissenschaft, stellt heraus, dass sie sich nicht an Belege richten. Sie beruhten auf illusionärem Denken, was sein sollte, was man sich gerne wünsche oder den eigenen Interessen diene.

Es sei üblich von Vertretern der Parawissenschaft, nach Unterstützung zu suchen außerhalb der Wissenschaft. Weder suche man etwas zu publizieren, noch stelle man in angesehenen Publikationen seine Ideen der Kritik. Sie scheuen auch die öffentliche Diskussion und, sich der Kritik der allgemeinen breiten Öffentlichkeit zu stellen. Stattdessen versuche man eher im kleinen Kreis diejenigen, die dagegen sind, zu besänftigen. Der Referent neigt  dazu, eher aus demokratischer Sicht und aus Sicht der Wissenschaft die öffentliche Publikation zu bevorzugen.

Einige Beispiele aus den Parawissenschaften werden aufgeführt. Zu den Top-Parawissenschaften gehören Astrologie und Wahrsagerei. Sie sind populär, werden aber von den Entscheidungsträgern nicht richtig wahrgenommen und wären deshalb nicht so ganz ein Problem. Dann gibt es die seriösen Parawissenschaften, die sich in der Bevölkerung etabliert haben: Forschungen an Erdstrahlungen z. B.. Es sei im Prinzip keine schlechte Sache, wenn seriöse Forschung  betrieben würde. Para-Medizin sei sehr populär im deutschsprachigen Raum. Manche würden sogar wissenschaftliche Methoden ansetzen und sich der Wissenschaft stellen, was der Referent sehr begrüßt.

Beispiele werden genannt wie Telepathie, Hellsehen oder Geisteskraft. Uri Geller, ein Medium? Nutzt er Zaubertricks? Ist er ein Zauberkünstler? Was trifft zu: Übersinnliche Kräfte oder Zaubertricks? Parapychologen könnten normale Erklärungen entdecken, die tatsächlich stattfinden aufgrund ihrer eigenen durchgeführten Experimente. Fazit zum Thema Parapsychologie: Kaum jemand nimmt diese richtig ernst. Durch Internet wissen immer mehr Menschen, dass z. B. Uri Gellers Darstellungen ein Flop wären. Die seriöse Parapyschologie hat nach über 120 Jahren -  ihr Ziel PSI nachzuweisen – noch nicht erreicht.

Kreationismus sei die Behauptung, die Evolution hätte nicht stattgefunden und die wahre Geschichte sei die christliche Schöpfungsgeschichte. Sie sei historisch war, deshalb könne man die Evolution ablehnen. Die mildere Variante sei die, deren Vertreter behaupteten, Evolution hätte schon stattgefunden, eine gewisse Intelligenz sei aber nicht wegzudenken. Sonst hätte das Auge gar nicht entstehen können. Der Kreationismus sei aus den USA nach Europa übergeschwappt und Politiker wie der Thüringer Ministerpräsident Dieter Althaus wollte ihn politisch instrumentalisieren. Dieter Althaus wollte ambivalente Darstellungen / Diskussionen anregen zwischen Evolutionslehre und Kreationismus. Der Referent empfiehlt besonders jetzt im Darwin-Jahr 2009, kreationistisches Denken per Kritik zurückzudrängen.xxxyyy2,1

Wie geht man mit para-normalen Behauptungen um? Eine Behauptung steht, dass bei Vollmond mehr Babies geboren werden. Ärzte und Hebammen und Krankenschwestern würden das z. T. auch bestätigen, etwa 32% in einem Krankenhaus in Grenoble von Studenten ermittelt. Der Mond beeinflusse ja auch Ebbe und Flut. Könnte es nicht auch sein, dass er die Geburtenrate beeinflusse?

Man kann in der Alternativ-Medizin Tests anstellen. Meistens gäbe es aber eher eine Ausrede, sich nicht testen zu lassen, als dass man dann wirklich die These prüfen ließe. Wenn jemand sagt, dass eine alternativ-medizinische Methode Einfluss auf den Gesundungsprozess hätte, dann müsste man das auch prüfen können, ob es einen Effekt gäbe oder nicht. Wenn gesagt wird, es gäbe einen Effekt, dann müsste es heißen, ….einen Effekt über den Placebo hinaus. Denn wenn man weiß, man bekäme ein Medikament, dann gäbe es bereits einen Effekt, der zur Besserung führen könnte, so etwa der Wortlaut des Referenten. Es wird von Placebo-Versuchen an Patienten gesprochen als eine Methode, Medikamente zu testen, ob ethisch oder nicht ethisch. Der Referent lässt sich darüber nicht hinreichend aus, bezeichne es aber als unethisch, wenn Patienten nicht aufgeklärt würden über Tests, also im unklaren belassen würden.

Die Homöpathie sei das heiße Eisen in Bezug auf Marketing,.. sei pflanzlich, natürlich, ganzheitlich. Das Problem wäre die Behauptung, Krankheiten hätten keine materiellen Ursachen, sie seien geist-artige Verstimmungen. Darauf hin richte man seine gesamte Therapie. In der Homöpathie gäbe es die sog. Potenzierungslehre, dass man etwas verdünnt. – Wir vermuten, dass der Referent „Flüssigkeiten“ meinte – . Und die Verdünnungen würden so weit genutzt, dass dann kein einziges Molekül mehr vorhanden sei. Man könne doch behaupten, wo kein Stoff mehr drin sei, könne auch keine Wirkung mehr sein. Aber Homöopathen sagen, dass da noch Informationen seien, vielleicht gott-behandelt „gefangen“. Die Stoffe der Medikamentenzusammensetzungen seien ziemlich obstruse Substanzen, so der Referent.xxxyyy3

„Die Fakten über die Homöopathie, die Grundannahmen sind widerlegt“, Aussage des Referenten. Die Krankheitsursachen sind heute viel besser bekannt, man kann sie viel gezielter bekämpfen. Man hat ab 1976 in einem Gesetz einige Therapierichtungen klassifiziert als besondere Therapierichtungen. Die Homöopathie, die Anthroposophische Medizin und die Phytotherapie gelten als besondere Therapie-Richtungen. Sie müssen ab dieser Zeit nicht untersucht werden, Homöopathen entschieden selbst, was als Medikament benutzt werden sollte. Es gibt keine objektiven Tests, Patienten könnten als Versuchskaninchen benutzt werden, so die Kritik.

Der Referent spricht ein einziges Mal von der „Suche nach Wahrheit“. Viele Richtungen der Alternativ-Medizin etablierten sich in der Quacksalberei. Der Präsident der Bundesärztekammer fordert Dialoge mit Vertretern der Alternativ-Medizin, öffentliche Diskussion im demokratischen Stil. GWUP würde sich auch der Öffentlichkeit stellen, um im Dialog zwischen schulmedizischem und alternativ-medizinischem zu diskutieren.

Die Methoden der kritischen Wissenschaften ließen sich gut einsetzen in der Gesellschaft, die Realität von unseren Illusionen zu trennen. Schon in den Schulen sollte kritisches Denken einsetzen. Man sollte dem folgen, „wie gehe ich mit umstrittenen Behauptungen um“? Manchmal sollte man die Daten sprechen lassen, statt das eigene Wunschdenken.

Auf die darauf folgende Diskussion soll hier nicht eingegangen werden.

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Wer mehr Informationen über GWUP möchte, schaue auf die Webseiten: http://www.gwup.org/

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Individuelle Stellungnahme, Meinung, kritisches Denken….

Grundsätzlich:

GWUP versucht Wissenschaft von Parawissenschaft zu trennen. GWUP ist interessiert, kritisches Denken bekannt zu machen, zu praktizieren und zu fördern. Das begrüßen wir sehr. Der Referent Amardeo Sarma schildert glaubhaft die Zusammenhänge, dass die Alternative Medizin bisher nicht ihre sog. Heilungserfolge nachweisen konnte. Die erwähnten Themenbereiche würden wir eher den Glaubensbereichen, dem Aberglauben und besonders der Esoterik zuordnen und stimmen mit GWUP überein, diese Bereiche kritisch zu betrachten. Auch wir stimmen dem zu, was GWUP nicht so emotional ausdrückt: Quacksalberei ist weit verbreitet in der Alternativen Medizin. Dabei haben wir uns sehr „befreundet“ mit den Aussagen von Colin Goldner in seinen Büchern, hier eine Auswahl von zwei Büchern.xxxyyy4

Colin Goldner: Alternative Diagnose- und Therapieverfahren. Eine kritische Bestandsaufnahme, Verlag: Alibri; Auflage: 1 (3. April 2008), ISBN-10: 3865690432

Colin Goldner: Die Psycho-Szene, Verlag: Alibri Verlag; Auflage: Erw. u. völlig überarb. Neuauflage. (2000), ISBN-10: 3932710258, darin anschaulich Aromatherapie – Aura Soma – Aura-Healing – Ayurveda – Bach-Blüten – Bioenergetik – Bioresonanztherapie – Bodywork – Channeling – Edelstein-Therapie – Enneagramm – Farbtherapie – Geistheilung – Graphologie – Handlesen – I-Ging – Meditation – NLP – Positives Denken – Primärtherapie – Radiästhesie – Rebirthing – Reiki – Reinkarnationstherapie – Schamanische Heilung – Subliminals – Tantra – Tarot – Yoga und mehr

Spezieller…..

Uns wird nicht klar herübergebracht, warum GWUP diese Themen so sehr wissenschaftlich wie möglich prüft: Aus der Perspektive eines hilfesuchenen Betroffenen oder als L’art pour l’art, Wissenschaft um der Wissenschaft wegen? Sollte hier herausgestellt werden, dass besonders die Alternative Medizin täuscht, trickst, mit Schein-Heilung oder Vorspielen einer auf Heilerfolg gezielten Heilmethode wirken möchte – tut sie auch unserer Meinung nach – , so fehlt uns ebenso die wissenschaftliche Analyse sehr vieler Heilmethoden der Schulmedizin.  Sie trickst auch und täuscht. Die esoterische Thearapiezone ist für uns sehr umstritten und zu meiden, ganz besonders wenn sie sich mit Übersinnlichem, Vernunftfeindlichem umgibt. Verbraucherschutz ist angesagt, so sollte aber doch die Ausgewogenheit fairerweise folgen. Wissenschaft „schneidet“ als Wissenschaft im schulmedizinischen Umfeld nicht selten auch nicht viel „besser ab“, „Pannen“ inbegriffen. Psychosomatische Kliniken, im Abrechnungssystem der Krankenkassen berücksichtigt, haben schon mal Psychologen oder Ärzte eingestellt, die in esoterischen Thrapiezonen agieren. Es gibt niedergelassene Ärzte, die auch homöopathisch behandeln. Insbesondere sollte dann mehr kritisches Denken in Richtung schulmedizinischer Zulassung von Präparaten, Tabletten und Heilmethoden und deren Vergabe als zugelassene Arzneimittel durch wissenschaftliche Untersuchungen seitens GWUP angewandt werden. Wir verweisen auf ein Buchzitat, wo uns von der Fragwürdigkeit des Präparates Alprostadil/Prostavasin und der Zulassung durch politische Lobbyarbeit berichtet wird (Quelle: Die Gesundheitsmafia, M. Vollborn und V. Georgescu, Frankfurt M. 2005, Seite 241).

GWUP setzt sich auch nicht ein mit „skeptischen“ wissenschaftlichen Forschungen in der Lebensmittelindustrie und der dortigen „Quacksalberei“ oder „Kurpfuscherei“. Dort gäbe es reichlich wissenschaftlich zu forschen. Aspartam, Aspartat, Glutamat…. neurotoxische Zusatzstoffe… Multiple Sklerose, epileptische Anfälle, Depression, Alzheimer-Erkrankung… wären da einige Stichworte, gut nachzulesen unter „Die Ernährungslüge“, Wie uns die Lebensmittelindustrie um den Verstand bringt, Hans-Ulrich Grimm, München 2005.

Amardeo Sarma sagt richtig in seinem Vortrag, dass Menschen getäuscht werden. Und er möchte das an Beispielen der Nicht-Wissenschaft unterstreichen. So zielt auch GWUP hauptsächlich auf wissenschaftliche Untersuchungen der Nicht-Wissenschaft (Parawissenschaft, Alternative Medizin….). Wir empfehlen nochmals, in der Themenarbeit sich dazu Wissenschaftszweige vorzunehmen, damit nicht der Eindruck entsteht, GWUP betreibe Lobbyarbeit für die Schulmedizin, Lobbyarbeit für die Ärzteschaft. Dazu empfehlen wir auch unseren Lesern eine kleine Literaturliste, damit man so wie GWUP praktiziert, das kritische Denken schärft und besonders als Skeptiker für und wider, pro und contra, gleiches – ungleiches herausstellen lässt.

Dr. med. Werner Bartens ist Leitender Redakteur im Wissenschaftsressort der Süddeutschen Zeitung und schreibt die Kolumne „Medizin und Wahnsinn“ in der Wochenendbeilage der SZ. Er wurde mehrfach mit renommierten Journalistenpreisen ausgezeichnet. 2009 wurde Bartens von einer 50-köpfigen Jury aus Print-, Rundfunk- und Online-Journalisten zum „Wissenschaftsjournalisten des Jahres“ gewählt.

Vorsicht Vorsorge! Wenn Prävention nutzlos oder gefährlich wird.
Frankfurt 2008 (Suhrkamp-Verlag)

Medizin und Wahnsinn. Geschichten vom gelben Sofa
München 2009 (Droemer-Verlag)

Auf Kosten der Patienten. Wie das Krankenhaus uns krank macht.
Frankfurt 2008 (Eichborn-Verlag)

Sprechstunde – Woran die Medizin krankt, was Patienten wollen, wie man einen guten Arzt erkennt.
München 2008 (Knaur Taschenbuch Verlag)

Lothar Hirneise, Chemotherapie heilt Krebs und die Erde ist eine Scheibe: Enzyklopädie der unkonventionellen Krebstherapien, Sensei Verlag; Auflage: 6., Aufl. (August 2007), ISBN-10: 3932576675

Hans Ruesch, Die Pharma Story, Verlag: Müller & Steinicke; Auflage: 4 (2002), ISBN-10: 3887210271

Gerhard Buchwald, Impfen: Das Geschäft mit der Angst, Verlag: Emu; Auflage: unveränderter Nachdruck. (5. Februar 2008), ISBN-10: 3891891784

Peter Yoda: Ein medizinischer Insider packt aus: Ein Dokumentarroman, Sensei Verlag; Auflage: 1 (14. Mai 2007), ISBN-10: 3932576721

Humanisten Forum Weser-Ems unterstützt wie Amardeo Sarma und GWUP die Meinung, dass Betrug am Menschen, Vorspiegelung falscher Tatsachen usw., unethisch und sogar verachtend sei gerade im Bereich der Heilung, wenn der Hilfe-Suchende („Patient“) Ehrlichkeit erhofft, wünscht oder fordert; Verbraucherschutz richtig verstanden. Es werden viele „Heiler“ oder Ärzte in „gutem“, „rechtem“ Wissen ihre Heilung durchführen (wollen). Doch die Quacksalber, Scharlatane oder Kurpfuscher gibt es sowohl in der Schulmedizin als auch in der Alternativen Medizin, nur in der Schulmedizin werden sie meistens so nicht genannt.

Wir unterstellen nicht der Zahnärzteschaft, der Patientenschaft oder allgemein Menschen eine Amalgam-Verschwörung, wenn Zahnärzte immer noch für Zahnfüllungen Amalgam verwenden, was giftiges, schädliches Quecksilber enthält und zu Krankheiten führen kann. GWUP verfolgt aber einige Beweislagen, einzelne Fakten nicht skeptisch. Klar ist, dass GWUP nicht alles machen kann. Frage: Ließen sich nicht an der eigentlich vortrefflichen GWUP-Vorgehensweise – Skepsis, Zweifel, nachforschen, Behauptungen widersprechen, per Vernunft, Tatbestand und Wissenschaftlichkeit – nicht noch etliche andere Zusammenhänge skeptisch untersuchen, hinterfragen? Sollte man sich nicht noch mehr von GWUP wünschen? Vielleicht mit parallelen Arbeitsgruppierungen? z. B. im Bereich der völkerrechtswidrigen Kriegführung oder Friedenssicherung, Vortäuschen von falschen Tatsachen (Behauptungen der Massenvernichtungswaffen), Angriffskriege zu führen, Schwindel, die NATO sei eine Verteidigungsarmee (schon ab Jugoslawienkrieg Angriffsarmee) und Deutschland würde am Hindukusch verteidigt…. A propos 9/11: Hinterfragen von Zusammenhängen abweichend der offiziellen Regierungserklärung um 9/11 gleich als „Verschwörungstheorie“ zu bezeichnen, wie GWUP es tut, können wir und Tausende (Millionen?) andere Menschen nicht nachvollziehen, schon gar nicht der japanische demokratische Politiker Yukihisa Fujita, Führer der stärksten Oppositionspartei Japans während der Debatte über ein neues Anti-Terror-Gesetz im Parlament (am 20. Januar 2008), als er öffentlich die offizielle Version des 11. September hinterfragt, nach der die Anschläge aufs World Trade Center von arabischen Terroristen ausgeführt worden sein sollen (vergleiche Videos/Filme unter Stichwort „9/11 japanisches parlament“ in den Suchmaschinen im Internet).

Frage: Könnte man Verdachtsmomente äußern etwa so – skeptisch…:

Kann sich GWUP nicht vorstellen, dass es unvorstellbares gibt?
Was ist Tabu für GWUP?
Ist GWUP ist nur skeptisch, wenn keine größeren, unbequeme „Sanktionen“ zu erwarten sind?
Arbeitet GWUP im Bereich der Mainstream-Veröffentlichung und ist so nur eingeschränkt skeptisch?
Ist GWUP ein „Club“ von Akademikern (Wissenschaftlern, Medizinern, Psychologen, Physikern,  Lehrern, Journalisten und wissenschaftlich Interessierten, siehe Webseite GWUP), die sich für die Belange von Unterschichten, von gesellschaftlich Benachteiligten, Schwachen oder Gestrauchelten nicht oder kaum einsetzen? (mehr Skepsis?: Hartz IV, Mehr-Klassen-Medizin, medizinische Grundversorgung, Geschäfte mit der Angst…was wird „gebraut“ (gen-manipuliert) im Hause Monsanto…, Molekularbiologie und wissenschaftliche Irrtümer…Eugenik….Genetik…DNS…Forschung….siehe Internet).

GWUP-Zitat: „Eine offene und demokratische Gesellschaft braucht sachliche Informationen – gerade bei emotional besetzten Themen…“ (http://www.gwup.org/ueber-uns)… „Die Skeptiker – ehrenamtlich für Aufklärung und Verbraucherschutz“ (ebda.). GWUP widmet sich den Parawissenschaften. Wir wünschen die Erweiterung im Sinne von Aufklärung, Verbraucherschutz und fairer, „sauberer“ und sachlicher Information auch  in Richtung Wissenschaft…. Fälschungsfälle…Pfusch……

Webseiten und Literatur unserer Wahl:

xxxyyy5+2Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG – Untersuchungskommissionen (http://www.dfg.de/)
Erdogan Ercivan: Gefälschte Wissenschaft – Wie Wissenschaft Wissen schafft, ISBN 3-930219-93-X, 2008 -
indirekt dazu und zu Verbraucherschutz: Heinz Hug: Die Angsttrompeter, Dioxin im Frühstücksei, Pestizide überall und trotzdem leben wir immer länger. Die Wahrheit über die Gefahren aus der Umwelt, Wien 2009, ISBN 978-3-85436-702-4

Um unsere Meinung zu verstärken, GWUP solle sich auch den Wissenschaften neben den Parawissenschaften widmen, wählen wir hier einen Ausschnitt aus dem Artikel:
„Betrug in der Wissenschaft“-
„Fälschungen hinter Mauern des Schweigens“
G. Hartmut Altenmüller

http://www.spektrumverlag.de/artikel/826875

abgerufen 05.06.09, 15:38 MEZ

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Zitat: „Renommierte Mediziner, manipulierte Publikationen und überholte Klinikstrukturen prägen den schwersten deutschen Forschungsskandal. Der Abschlussbericht der „Task Force F.H.“ mahnt dringend Reformen des Forschungssystems an. Wie Wissenschaft in Deutschland befindet sich derzeit in einer ihrer schwersten Krisen. Ihre Glaubwürdigkeit ist bedroht. Was bisher im so genannten Fall Herrmann/Brach an Betrug und Fälschungen publik geworden ist, weist auf gravierende Defizite in der Struktur des derzeitigen Forschungssystems hin, insbesondere in den Lebenswissenschaften.

Lange hatte sich die Wissenschaft in Deutschland vor Fälschungen sicher gewähnt. Dass ein Forscher mit unredlichen Methoden die eigene Karriere beschleunigen könnte, schien undenkbar. Man vertraute ganz auf die Kontrolle durch die Selbstverwaltung. Vorsorglich hatte sich jedoch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) schon 1992 auf Regeln festgelegt, wie bei Verdacht auf Fehlverhalten von Wissenschaftlern zu verfahren sei. Diese Regeln sollten die „Selbstreinigungskraft“ der Wissenschaft unterstützen und deren Integrität wahren“ (http://www.spektrumverlag.de/artikel/826875, abgerufen 05.06.09, 15:38 MEZ).

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Zur Verdeutlichung der GWUP-Aktivitäten gegen betrügerisches Vorgehen in der Esoterik auf folgender Webseite: http://www.uninews.at/2009/04/07/aberglaube-nicht-mit-uns/ – Aberglaube? Nicht mit uns! Zitat: „Die Gesellschaft für kritisches Denken wendet sich gegen betrügerische Esoterik und wissenschaftsfeindliche Schwindelei.“ (ebda.)

Zitat: „Große Tageszeitungen drucken täglich Horoskope ab, WahrsagerInnen und WünschelrutengeherInnen machen Geld mit unhaltbaren Behauptungen, dubiose AlternativmedizinerInnen behandeln PatientInnen oft mit wissenschaftlich längst widerlegten Methoden. Noch immer stehen Esoterik und Aberglaube bei vielen Menschen hoch im Kurs. ………..“ (http://www.uninews.at/2009/04/07/aberglaube-nicht-mit-uns/ abgerufen 02.06.2009, 18:37)

Zur Verdimageärz9821imageärz9822eutlichung folgendes Beispiel entsprechend unserem Wunsch, dass GWUP oder andere engagierte Initiativen sich auch engagieren sollten im Bereich Pfusch, Täuschung, Behandlungsfehler usw. an Patienten: http://www.aerzte-pfusch.de/ – „Privates Netzwerk Medizingesc hädigter“

Zitate (und Artikel dort nachtzulesen): „Thromboseprophylaxe vergessen – medical malpractice – Tod nach Perforation des Zwölffingerdarms – Vorgetäuschte Behandlungsmethode – Verpfuschte Rücken – OP! – Akute Nierenentzündung – tot – Fehldiagnose Asthma – Lungenhochdruck – Fahrlässikeit einer Notärztin? – Vom geraden Bein zum X-Bein  – Laser OP – 90 % Sehverlust durch Nachbehandlung – Zwillingstotgeburt- durch inkompetente Ärzte?! – Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom mit Folgen – Tod nach Prostataoperation – Carotis OP verpfuscht? …“ (http://www.aerzte-pfusch.de/ abgerufen 02.06.2009, 18:50).

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Humanisten Forum Weser-Ems – Juni 2009

 
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