SÍSIFO

Sisyphus war allein – Weblog säkular humanistischer Weltbürger

3. a. SAMMLUNG

Der genaue Wortlaut der „Brüsseler Erklärung“:

https://www.iheu.org/v4e/html/german.html

Die Brüsseler Erklärung

(fett gedruckte Wörter vom Original übernommen)

Wir, die Menschen Europas, bekräftigen hiermit unsere gemeinsamen Werte. Sie beruhen nicht auf einer einzigen Kultur oder Tradition, sondern gründe sich in allen Kulturen, die das moderne Europa ausmachen.

* Wir bekräftigen den Wert, die Würde und die Autonomie jedes Individuums und das Recht eines jeden auf die größtmögliche Freiheit, die sich mit den Rechten anderer vereinbart. Wir unterstützen Demokratie und Menschenrechte sowie die Rechtsstaatlichkeit und streben die bestmögliche Entwicklung eines jeden Menschen an.

* Wir erkennen unsere Fürsorgepflicht für die ganze Menschheit einschließlich künftiger Generationen und unsere Abhängigkeit von und Verantwortung für die natürliche Welt an.

* Wir bekräftigen die Gleichheit von Männern und Frauen. Alle Personen, unabhängig von Rasse, Herkunft, Religion oder Glaube, Sprache, Geschlecht, sexueller Orientierung oder Können, müssen vor dem Gesetz gleich behandelt werden.

* Wir bekräftigen das Recht eines jeden, eine Religion oder einen Glauben eigener Wahl anzunehmen und zu befolgen. Aber der Glaube irgendeiner Gruppe darf nicht zur Einschränkung von Rechten anderer führen.

* Wir halten daran fest, dass der Staat neutral bleiben muss in Angelegenheiten von Religion und Glaube, und niemanden bevorzugen oder benachteiligen darf.

* Wir halten daran fest, dass persönliche Freiheit mit gesellschaftlicher Verantwortung verbunden sein muss. Wir streben danach, eine gerechte Gesellschaft zu bilden, die auf Vernunft und Mitgefühl aufbaut, in der jeder Bürger in die Lage versetzt wird, sich voll einzubringen.

* Wir halten fest an Toleranz und Meinungsfreiheit.

* Wir bekräftigen das Recht eines jeden auf eine offene und umfassende Bildung.

* Wir lehnen Einschüchterung, Gewalt und Anstiftung zu Gewalt zur Förderung von Streitigkeiten ab und halten daran fest, dass Konflikte durch Verhandlungen und legale Methoden gelöst werden müssen.

* Wir halten fest an der Freiheit der Forschung in jeder Sphäre menschlichen Lebens und an der Anwendung der Wissenschaften im Dienst menschlichen Wohlergehens. Wir streben danach, Wissenschaft kreativ, nicht destruktiv zu nutzen.

* Wir halten fest an der Freiheit der Kunst, achten künstlerische Kreativität und Imagination und anerkennen die verändernde Kraft der Kunst. Wir bekräftigen die Bedeutung von Literatur, Musik, und der visuellen und gestaltenden Künste für die persönliche Entwicklung und Erfüllung.

So verabschiedet am 25. März 2007, als dem 50. Jubiläum des Rom-Vertrages und der Gründung der Europäischen Union.

Link zur Brüsseler Erklärung, mit der Möglichkeit, die Erklärung zu unterzeichnen.

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Humanisten Forum Weser-Ems

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Ehrensache

image300509-ehr.cheZitat: „Manche Menschen möchten ihr Wissen weitergeben, andere suchen Praxiserfahrung und wieder andere haben einfach Freude am Umgang mit Menschen und/oder wollen ihre Freizeit sinnvoll verbringen. Kontakte, Erfahrungsgewinn und Anerkennung sind dabei nur ein Teil eines Ganzen. Der andere Teil ist die Möglichkeit, eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Und damit schließt sich der Kreis: Denn das, was wir einbringen, kommt an Lebensfreude zu uns zurück….“, so die einleitenden Worte der Agentur für freiwilliges Engagement „:ehrensache“, einer kommunalen Einrichtung der Stadt Oldenburg im Hause PFL (siehe Webseite http://www.oldenburg.de/stadtol/index.php?id=ehrensache, abgerufen 31.05.09, 10:50).

„Freiwillige vor!“ Eine charmante Aufforderung von „:ehrensache“, uns Bürger für das „Außergewöhnliche“ zu sensibilisieren: Sich zu engagieren, „endlich mal nicht mehr auf kommerzieller Basis“ (?), sich freiwillig ohne Zwang einsetzen, um an Projekten mitzuwirken im sozialen Bereich, bei Natur- und Umweltprojekten, in Kultur und Sport oder in vielem anderen.

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Der Schritt ist einfach:

Zuerst sich im klaren sein: „Ich will mich engagieren, bin mir sicher, dass ich kein Geld bekomme, freue mich aber stattdessen darauf, dass ich persönlich meine Fertigkeiten, meine Kompetenzen einbringen kann.“ „Es könnte sein, dass meine Initiative Anerkennung findet und ich das Gefühl haben werde, gebraucht zu werden.“

Seine mutige Entscheidung realisieren: Telefonisch, per E-Mail oder persönlich um einen Beratungstermin bitten. Kommt dann das Info/Beratungsgespräch, wird eine der beiden Ansprechpartnerinnen zusammen das Kontaktformular erstellen, wenn es nicht bereits eingegeben wurde. Persönliche Erfahrungen: Die sehr freundlichen Ansprechpartnerinnen nehmen sich sehr viel Zeit. Nach entspanntem Gespräch, der Erörterung des persönlichen Wunsches und den Vorschlägen aus dem Angebot bleiben keine Fragen mehr offen.

Auf der Webseite von „:ehrensache – Agentur für freiwilliges Engagement“ der Stadt Oldenburg  finden wir die Postanschrift, Adresse der Agentur, Telefon, Fax, E-Mail und die Namen der Ansprechpartnerinnen.

Wir wünschen viel Erfolg!
„Freiwillige vor!“

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Artikel in Gemeinschaft von:
Weltbürger Weser-Ems
Weltbürger Initiative Weser-Ems
Humanisten Forum Weser-Ems

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 Die „Initiative Pro-Reli“ (Volksbegehren, Volksentscheid am 26. April 2009) verpasste ihr Ziel durch zu wenig Stimmen. Sie erhielt keine Mehrheit für Religion als Wahlpflichtfach in Berlin. Somit bleibt es beim verbindlichen Ethik-Unterricht für alle Berliner Schüler ab der siebten Klasse. Bis zum Wahltag und dann mit der Mehrheit der Stimmen hofften die „Pro-Reli“-Befürworter auf Änderung, nämlich das zu ändern, was aber schon verfassungsrechtlich für zulässig erklärt wurde und schon jahrelang praktiziert wird. Die „Pro-Reli“-Befürworter wollten das Wahlpflichtfach Religion, „schön getrennt nach Konfessionen“, statt das Pflichtfach Ethik-Unterricht einzuhalten wie bisher – verbindlich für alle Schüler. Werbekampagnen für jeweils beide Seiten liefen lange voraus. Es warfen sich beide „Parteien“ schmutzige Kampagnen vor, die hier nicht aufgeführt werden. Doch wie beim Fussball zählen die Tore und nicht das ästhetisch schöne (oder hässliche) Match. Es wäre mehr als anständig gewesen, wenn sowohl „Pro-Ethik“ als auch „Pro-Reli“ dem Prinzip „Fairness“ gefolgt wären. Eine faire Werbekampagne, das hätte schon ein guter humanistischer Zug sein können.

An der Abstimmung nahmen 713.228 Berliner teil – 29,2 Prozent der Wahlberechtigten. Mit „Ja“ stimmten 48,5 Prozent der Teilnehmer, „Nein“ kreuzten 51,3 Prozent an. So bleibt es wie es ist, Religionsunterricht oder Lebenskunde bleibt freiwillig.

Unverständlich erschien uns die „Initiative Pro-Reli“ von Anfang an. Es gibt in Berlin so viele verschiedene Glaubensrichtungen. Dort sind viele Ethnien beheimatet und Berlin scheint wohl die „multikulturellste“ Stadt Deutschlands zu sein, wobei die Christen zur Minderheit werden (siehe auch Erwin Fischer, Buchtitel „Volkskirche ade!“) und wo die Konfessionsfreien einen sehr großen Prozentsatz einnehmen neben anderen Religionsanhängern. Wie soll für jede Religions- oder Weltanschauungsgruppe verpflichtender Religions- oder Weltanschauungsunterricht eingerichtet werden? Im konfessionsgebundenen Religionsunterricht wird immer nur – wenn überhaupt – über die jeweils andere Religionsgruppe oder Weltanschauungsgruppe gesprochen statt zusammen mit den Schülern anderer Religions- oder Weltanschauungszugehörigkeit in einem gemeinsamen Unterricht. Da ist das Fach Ethik schon sehr geeignet mit seinen Inhalten: Werte, Normen, Kenntnisse über (Welt)Anschauungen, Philosophie- oder Religionskenntnisse…. Übrigens war der Ausgangspunkt der Einrichtung des Faches Ethik-Unterricht der Mord an Hatun Sürücü: Zitat: „Damals  bekamen die Mörder Beifall von Schülern, von Mädchen. Da haben wir gesagt, wir müssen verpflichtend die Werte lehren, auf denen unsere Kultur und unser Grundgesetz aufgebaut ist“ (Ende des Zitats, Walter Momper im Interview, in BZ Berlin 29. März 2009). Im wahlfreien Unterricht kann das freiwillige Angebot von Bekenntnisunterricht (Religion oder Lebenskunde) selbstverständlich von Schülern gewählt werden. Der Vorwurf der Religionsfeindlichkeit kann nicht gelten, die Freiheit der Religionsausübung besteht weiterhin. Die Integration, das Zusammenleben der Ethnien, Weltanschauungs- und Religionsgruppierungen ist gefordert, das Verhindern eines feindlichen Nebeneinanders oder Auseinanderlebens der Gesellschaft durch vielleicht Parallelgesellschaften. Im Fach Ethik gibt es keine kirchlichen Sonderrechte, keine Missionierung, dafür aber Toleranz und Gleichberechtigung. Das Schulfach Ethik darf ebenso wenig abwählbar sein wie Mathe, Deutsch, Sozialkunde, Geschichte usw.

Ein Bündnis „Christen Pro-Ethik“ für die Erhaltung des Pflichtfaches Ethik hatte sich gebildet und per offenen Brief an die Kirchen gewandt, in dem man einen „Demokratieverlust in der Kirche“ durch „Pro-Reli“ beklagte (TAZ Landespolitik). Der Türkische Bund in Berlin-Brandenburg (TBB) mit dem Türkischen Elternverein Berlin-Brandenburg lehnte die „Initiative Pro-Reli“ ab und nannte eine Reihe von Gründen auf einer Pressekonferenz, vertreten durch seinen Sprecher Safter Cinar: „Berlin ist eine multikulturelle Stadt mit Menschen aus über 170 Herkunftsländern mit sehr unterschiedlichen Glaubensrichtungen. Die Gewährleistung eines respektvollen Zusammenlebens ist eine der vordringlichsten Aufgaben der Schulen..[..]..Die Regelung des Artikels 41 GG (Religionsunterricht als freiwilliges Fach) habe sich ein halbes Jahrhundert lang bewährt. Hierdurch sei auch eine religiöse Erziehung gewährleistet, deshalb solle der jetzige Zustand beibehalten werden.“ (Zitat-Ende, MIG AZIN Beta, Migration in Germany, 17. April 2009, abgerufen im Internet am 28.04.09).

Humanisten Forum Weser-Ems steht ganz klar für das Schulfach Ethik. „Wo kann Integration vorbereitet, geübt und gelebt werden, wenn nicht in der Schule?“, Zitat der Humanistischen Union, http://www.humanistische-union.de/ 10 Gründe gegen kirchliche Sonderrechte in Berlin, von: Johann-Albrecht Haupt, abgerufen 28.04.09, „Wo kann dies besser geschehen als in einem gemeinsamen Fach, in dem religiöse, ethische und existenzielle Fragen gestellt und erörtert werden, die unser aller Zusammenleben berühren? Der gemeinsame Unterricht aller Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 10 im Fach Ethik und die Möglichkeit, darüber hinaus Religionsunterricht zu wählen, bieten ein Höchstmaß an Freiheit und Integration.“ (Zitat-Ende, ebda.)

Folgen wir konsequent unserer Forderung nach „Trennung von Kirche (Religion) und Staat“, so müssten eigentlich auch in Berlin alle Bekenntnisunterrichtsangebote der Religionen, des Glaubens und der Weltanschauungen aus dem Schulbereich herausgenommen werden. Bekenntnisunterricht wird mit-finanziert vom Staat. Das beträfe dann auch das Schulfach Lebenskunde, was vom Humanistischen Verband „verwaltet“ und vom Staat, auch den Steuerzahlern wesentlich mit-finanziert wird. Schulfach Lebenskunde wird überwiegend von konfessionsfreien Schülern besucht, vermutlich überwiegend humanistisch, atheistisch orientierten. Dabei gibt es keine einheitliche Übereinstimmung, ob Atheismus nicht auch ein Glaube (oder Religion) sei. Und der Humanismus? Glaube? Der Atheist Dr. Paul Schulz spricht vom „Astheistischen Glauben“, genauso wie er sein Buch „Atheistischer Glaube – Eine Lebensphilosophie ohne Gott“ – nennt, erschienen 2008: “Der religiöse Glaube glaubt gegen die Realität. Der atheistische Glaube glaubt auf der Basis der Realität.” (Paul Schulz). Unser kleines Fazit: Das Schulfach Ethik-Unterricht gibt die beste Voraussetzung, dass Schüler in der multikulturellen Nachbarschaft gemeinsam lernen, miteinander und nicht gegeneinander zu leben, in Gemeinschaft trotz Unterschiedlichkeit zu entscheiden und zu handeln, Konflikte bewältigen lernen, Friedensfähigkeit umsetzen lernen nach Prinzipien der Gerechtigkeit.

 

Humanisten Forum Weser-Ems – 2009

 

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Protest+Performance gegen Stierkampf

„Es ist empörend, daß das Rote Kreuz Spaniens die Folterung von Tieren (Stierkämpfe) mit organisiert und als Sponsor auftritt. Von der Katholischen Kirche Spaniens werden diese Grausamkeiten nicht nur nicht kritisiert, sondern ebenfalls mit organisiert!“ (Zitat: Dikigoros, siehe unten).

Spannende Aktion in der Straße: mit Kreativität, mit Fantasie zur Kunstaktion, „live“ ein Gemälde malen vor dem Publikum, Happening gestalten, Performance und immer wieder Protest…  Wogegen? Während ich am 8. August 2009 durch Malagas Straßen gehe, stoße ich auf diese künstlerische Straßenperformance als Protest gegen Stierkämpfe, gegen die Tauromaquia, gegen Corridas, gegen alles, was mit Stierkampf zu tun hat. Ich erfahre, dass die Vereinigung „Colectivo Acma“ http://www.cacma.org/ diese Protestbewegung in Form einer Performance der Öffentlichkeit vorführt.

Mich beeindruckt diese makabre Veranstaltung, vom künstlerischen dazu optimal. Stimmt mich traurig: Schauspieler in schwarzer Verkleidung spielen Toreros, Picadores oder Matadores, die symbolisch auf halbnackte andere Schauspieler (die Stiere) einstechen, um diese zu töten. Mit roter Farbe beschmiert wälzen sich die Stierschauspieler am Boden. Alle Schauspieler grölen „Sangre, Sangre“ (Blut, Blut), bis dann die „blutverschmierten“ Schauspieler „leblos“ „entsorgt“ werden. Dieses Drama wiederholt sich fortwährend, vergleiche YouTube-Videos.

Protesta Antitaurina Málaga 2009 – Homomaquia

Taurinos contra antitaurinos

Was bewegt einen Weltbürger und Humanisten (mit Lebensführung ohne transzendenten Bezug und bürgerschaftlichem Engagement), das Stierkampfthema auf der hiesigen Webseite aufzuführen? Sollte das nicht auf Tierschutzwebseiten ein Tierschutzthema sein? 

Auf der Webseite von „Colectivo Acma“ ist etwa sinngemäß zu lesen, dass Stierkämpfe ein brutaler Einblick sind in Unwissenheit und Barberei der Vergangenheit. Das Tier wird zum Sündenbock für die die gesamte menschliche Bosheit und Aggressivität. Wir bezeichnen das als archaische Tierquälerei. Schon aus vorchristlichen Religionen ist das Stieropfer bekannt als „Lebensspende“ (Mithras-Kult, Minotaurus auf Kreta). Der Verzehr des Fleisches im gemeinsamen Mahl wurde zur „heiligen“ Mahlzeit.

Wenn ein aktiver, praktizierender Humanist nur den Menschen entdeckt – mit dem er in „Humanität“, in Würde, durch Mitgefühl und Engagement gegen Verachtung und Gewalt interagiert oder kommuniziert, hat er Tiere vergessen.

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Steuerzahler in Spanien wenden Milliardenbeträge auf, weil es nicht ausreicht, um alle Kosten für die Stierkampfarenen und das drumherum abzudecken. Der Stier ist als pflanzen-fressendes Tier im Grunde sehr friedlich. In der Arena versucht der Stier verzweifelt zu fliehen, denn er wird massiv gefoltert: mit Stöcken geschlagen, und Terpentin-getränkte Baumwolle behindert das Atmen durch die Nase, Vaseline wird in die Augen geschmiert, in die Füße wird hineingeschnitten, die Hörner werden vorher gestutzt: Hörner wären die letzte Waffe, sich wirksam längerfristig zu verteidigen. Doch aussichtslos!

aimage00vdrwtIst es nicht ein Skandal, dass dieses „mittelalterliche Schauspiel“ der Volksbelustigung heutzutage noch stattfindet und vom Steuerzahler subventioniert wird? Die Tierschutzgesetze greifen in Spanien und in anderen Stierkampf-Ländern in diesem Falle nicht, um dieses Tierleid zu beenden. Aber eine Stierkampf-Lobby kassiert am Folterschauspiel Millionenbeträge und weist ständig daraufhin, dass man doch nicht das „kulturelle Erbe“ in frage stellen könne. „Zudem wird der Kampf nicht als Tierquälerei, sondern als eine in sich geschlossene Kunstform dargelegt…“ liest man dann bei Wikipedia. image00ljkftwe

Die Verherrlichung von Gewalt, Töten, Quälen und einem ungleichen, feigen (unsere Darstellung) „Kampf“ durch die Volksbelustigung können auch viele  aus den Friedensbewegungen, auch Weltbürger wie etliche Humanisten nicht gutheißen. So solidarisieren wir uns mit „Colectivo Acma“ und hoffen, dass diese Performance zumindest zu größerer Aufmerksamkeit, Bewusstsein und Diskussion und zu mehr in der Bevölkerung bewegt! Beendet die Tierqual!

H.B. für Humanisten Forum Weser-Ems

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1. Ergänzung – Nachtrag: Dikigoros bringt Insider-Infos über „Blutrausch-Orgien“, die vielen Tierschützern, Humanisten oder friedfertigen Menschen einem Terroranschlag auf Menschlichkeit gleichkommen, vergleiche http://dikigoros.t35.com/stierkampf.htm, abgerufen 08.10.2009: 12:01.

Zitat: „Der Stier von la Vega“ in Tordesillas, das bedeutet eine Orgie aus Blut und Tod, dem Stier werden die Hoden abgeschnitten bei lebendigem Leib, bevor er nach einer qualvollen Hatz durch die Straßen stirbt. Diese Folter wird subventioniert von der öffentlichen Hand, als Gabe für die Madonna de la peña (Madonna vom Felsen).

Andere Feste in unserem inhumanen Spanien finden statt in Garcias (Cáceres), Hita (Guadalajara) und El Toro de Coria. Dort wird die scheußlichste Grausamkeit praktiziert: Der Stier irrt 2 Stunden ziellos durch die Straßen und wird von den Zuschauern durch Blasrohre mit Dart-Pfeilen gespickt, gezielt wird besonders auf die Augen und Hoden geworfen.

Andere Orte, wo ähnliche Folter bevorzugt wird, sind: Fuente del Saz (de Jarama), Ciruelas (Guadalajara), Cifuentes (Guadalajara), Colmenar de Oreja (Madrid) und Fuenlabrada (Madrid). In diesen Orten werden Verfolgungsjagden mit Traktoren und alten Autos auf Jungstiere veranstaltet. Sie werden gejagt, angestoßen, schwer verletzt und nach Stunden der Hatz tot gefahren.

Die Menge der Zuschauer kommt dadurch in einen Blutrausch der Begeisterung.

In Mostoles werden Stiere mit Mistgabeln in einem Durchgang von 300 m Länge und 10 m Breite zu Tode gestochen.

In Fuentesauco (Zamora) werden die Stiere durch die Straßen zum Stierkampfplatz getrieben, dabei werden sie mit Stiletten, Klappmessern und allen nur möglichen Instrumenten gestochen und schwer verletzt. Die endgültige Folterung und langsame Tötung findet in der Arena statt, wo sich die gesamten Dorfbewohner daran ergötzen. Das Gleiche wiederholt sich in Bracamonte (Salamanca), Consuegra (Toledo), wo die Folterung gefilmt und anschließend in den Discotheken abgespielt wird, um die Grausamkeit besonders zu genießen. In Mondejar (Guadalajara) und Fuentelaencina (Guadalajara) finden ähnliche Volksbelustigungen statt.

Stiere verbrennen ist ein Hauptvergnügen……….  Die Belustigung fängt damit an, daß dem Stier brennende Fackeln an den Hörnern befestigt werden. Diese Fackeln verbrennen das Horn, was dem Stier rasende Schmerzen bereitet. Der Höhepunkt des Vergnügens beginnt, wenn der heiße Teer der Fackeln in die Augen des Tieres rinnt und es unsagbare Schmerzensschreie ausstößt.

………zum Stierkampf: …..

1.- Beim Transport werden die Tiere über viele Tage in maßgeschneiderten Kisten bewegungslos gehalten.
2.- Kurz vor dem Kampf werden schwere Sandsäcke gegen die Nieren der Tiere geschleudert, un sie zu entkräften.
3.- Die Stiere werden vor dem Kampf mit Abführmitteln geschwächt und unter Drogen gestellt.
4.- Die Hörner der Tiere werden im mittleren Bereich gekürzt (abgesägt und wieder zugefeilt – genannt Afeitado), um dem Stier sein Gefühl für Reichweite und Zielgenauigkeit zu nehmen.
5.- In die Nüstern des Tiere werden dicke Tampons gestopft, um durch mangelnden Sauerstoff die Tiere zu ermüden und auch den riesigen Blutfluß nicht sichtbar werden zu lassen.
6.- Die Hufe der Tiere werden mit Säuren oder Terpentin behandelt, um sie durch den brennenden Schmerz ständig in Bewegung zu halten.
7.- Auf die Augen der Stiere wird Glyzerin aufgetragen, um ihre Sehgenauigkeit zu verringern.

Es ist empörend, daß das Rote Kreuz Spaniens die Folterung von Tieren mit organisiert und als Sponsor auftritt. Von der Katholischen Kirche Spaniens werden diese Grausamkeiten nicht nur nicht kritisiert, sondern ebenfalls mit organisiert!“ (Zitat-Ende, ebda. siehe oben).

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2. Ergänzung: abgerufen: 23.05.2010 – 2:34 – Bild.de

http://www.bild.de/BILD/news/2010/05/23/spanien-madrid-stierkampf/matador-julio-aparicio-stier-horn-durch-unterkiefer.html

Zitat: „Die Rache des Stiers – Erst posierte Julio Aparicio in Torero-Art mit abgeschnittenen Stierohren, dann wurde er selbst aufs Horn genommen. Am Freitag schreien 20 000 Zuschauer in der Stierkampfarena „Las Ventas“ von Madrid erst olé, als Star-Matador Julio Aparicio (41) mit seinem roten Tuch den 530-Kilo-Stier Opíparo (Prächtig) ins Leere laufen lässt.

Doch nach dem lauten Olé kam ein noch lauteres Oweh von den Rängen: Denn nachdem der Matador gestolpert war und sich wieder aufrichten wollte, wuchtet ihm der Stier sein Horn durch den Unterkiefer. Es kommt zum Mund wieder raus…..“ weiter lesen


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Kurze Impressionen:

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Alle Fotos: H.B. Humanisten Forum Weser-Ems, Nordseebad Dangast, April 2009

 
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